{"id":21,"date":"2018-02-16T21:38:16","date_gmt":"2018-02-16T21:38:16","guid":{"rendered":"http:\/\/xn--natrlichpippa-yob.de\/?p=21"},"modified":"2018-04-07T14:00:49","modified_gmt":"2018-04-07T14:00:49","slug":"meine-challenge-40-tage-zuckerfrei","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/xn--natrlichpippa-yob.de\/?p=21","title":{"rendered":"Meine Challenge: 5 Tage zuckerfrei"},"content":{"rendered":"<p>S\u00fc\u00dfigkeiten geh\u00f6ren bei mir seit jeher zu den Grundnahrungsmitteln. Ich erinnere mich daran, dass ich fr\u00fcher besonders unsere alle paar Wochen stattfindenden Gro\u00dfeink\u00e4ufe geliebt habe. Meine Mutter kaufte f\u00fcr gew\u00f6hnlich f\u00fcr unsere Familie ein, schleppte alles am \u201elangen Arm\u201c oder schaukelte diverse Einkaufstaschen an ihrem Fahrradlenker oder im -k\u00f6rbchen nach Hause. Alle paar Wochen aber, wenn der Getr\u00e4nkevorrat zur Neige gegangen war, fuhren wir alle zusammen mit dem Auto zum Einkaufen. Das bedeutete, dass mein Vater mitfuhr &#8211; und das wiederum hie\u00df, dass er jede Menge S\u00fc\u00dfigkeiten in den Einkaufswagen lud, ohne dass wir kindliches Theater daf\u00fcr veranstalten mussten.<\/p>\n<p>S\u00fc\u00dfigkeiten standen bei uns auch oft herum, so dass wir eigentlich einen recht ausgewogenen Umgang damit lernten. Nicht zu viel, aber auch kein generelles Verbot, das besonders bei Kinder ja gern mal ins Gegenteil umschlagen kann. Als ich dann meinen eigenen Haushalt hatte, hatte ich damit auch die unendliche Freiheit, das und so viel zu essen, wie ich wollte. Und das habe ich auch gr\u00fcndlich ausgenutzt. Irgendwie haben sich \u00fcber die Jahre Gewohnheiten eingeschlichen, die mir in der letzten Zeit gar nicht mehr gefallen. Dass ich nach dem Mittagessen grunds\u00e4tzlich etwas S\u00fc\u00dfes zum Nachtisch brauche. Dass ich heimlich in den Vorratsraum schleiche, wenn ich gestresst bin, und nasche. Dass ich mich nach einem anstrengenden Tag mit Zuckerzeug belohne. Wir sind schon als absolute Naschkatzen in der Verwandtschaft verschrien, so dass wir nat\u00fcrlich zu jedem Anlass bergeweise S\u00fc\u00dfigkeiten geschenkt bekommen. So stapeln sie sich in unserem Vorratsschrank. Die neuen kommen vorn rein, die alten vergammeln dahinter, weil wir das von vorn herausnehmen und essen, was wir sehen: Lifo &#8211; last in, first out. In den letzten Wochen hatte ich immer mehr das Gef\u00fchl, dass es so nicht weitergehen kann.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-26 size-large\" src=\"http:\/\/xn--natrlichpippa-yob.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/S\u00fc\u00dfigkeiten-1024x715.jpg\" alt=\"\" width=\"525\" height=\"367\" \/><\/p>\n<p>Bei dem heute so typisch gewordenen Herumsurfen im Internet habe ich das Clean-Eating-Ern\u00e4hrungskonzept entdeckt. Nichts industriell Verarbeitetes, nur Selbstgekochtes, 3 gro\u00dfe, sowie 2-3 Zwischenmahlzeiten und dabei nicht hungern. Ist das nicht total verhei\u00dfungsvoll? Bei dieser Suche bin ich auf Hannah Frey und ihre \u201eZuckerfrei &#8211; die 40 Tage &#8211; Challenge\u201c aufmerksam geworden. Sie ern\u00e4hrt sich nach dem Clean-Eating-Konzept, geht aber noch einen Schritt weiter. Um seine alten Gewohnheiten zu \u00e4ndern, empfiehlt sie, zum Einstieg f\u00fcr 40 Tage komplett auf Zucker zu verzichten. In den ersten 30 Tagen sollen dar\u00fcber hinaus st\u00e4rkehaltiges Gem\u00fcse und Getreide gemieden werden, weil sich daraus bei der Verdauung sehr schnell Zucker bildet und dadurch das Bed\u00fcrfnis nach mehr Zucker entsteht. Auch auch auf besonders s\u00fc\u00dfe Obstsorten, wie Bananen oder Weintrauben, soll man m\u00f6glichst verzichten. In den letzten 10 Tagen der Challenge und auch dar\u00fcber hinaus sind sie dann nicht nur erlaubt, sondern sogar empfohlen, schlie\u00dflich enthalten Vollkorngetreide, Kartoffeln und S\u00fc\u00dfkartoffeln, Bananen und Co. besonders viele Vitamine und Mineralien.<\/p>\n<p>Hannah Frey berichtet von vielen positiven Erfahrungen durch den Zuckerverzicht: reinere Haut, mehr Energie und Wohlbefinden, besserer Schlaf, daf\u00fcr das eine oder andere verlorene Kilo K\u00f6rpergewicht. Als ich das gelesen habe, fand ich das so verlockend. Es lie\u00df mich aber auch zweifeln, ob ich als absolute Naschkatze in der Lage sein w\u00fcrde, 40 Tage lang auf Zucker zu verzichten. Nachdem ich mir Hannah Freys Buch mit dem Titel \u201eZuckerfrei &#8211; die 40-Tage-Challenge\u201c besorgt und \u201estudiert\u201c hatte, erschien es mir einerseits ein Ding der Unm\u00f6glichkeit. Anderseits sind 40 Tage auch keine Ewigkeit. Die Fastenzeit habe ich bislang schon immer genutzt, um ungesunde Ern\u00e4hrungsgewohnheiten auf den Pr\u00fcfstand zu stellen und zu \u00e4ndern. Allerdings noch nie derart radikal. Ich war der Meinung, nie und nimmer auf S\u00fc\u00dfigkeiten verzichten zu k\u00f6nnen. Ich habe mich dabei immer verglichen mit einem Raucher, der sich den blauen Dunst abgew\u00f6hnen will. Nein, komplett auf S\u00fc\u00dfigkeiten verzichten? Niemals! Dennoch lie\u00dfen mir die verhei\u00dfungsvollen Benefits, die Hannah verspricht, nicht los. Durch die virtuelle Begleitung auf Hannahs Blog \u201eProjekt: Gesund leben\u201c <a href=\"http:\/\/www.projekt-gesund-leben.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(www.projekt-gesund-leben.de)<\/a> sowie auf ihrem Instagram-Account bringt sie Gleichgesinnte zusammen, die sich gegenseitig motivieren. Das Prinzip der Zuckerfrei &#8211; Selbsthilfegruppe sozusagen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-28 size-large\" src=\"http:\/\/xn--natrlichpippa-yob.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Gem\u00fcseschale-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"525\" height=\"350\" srcset=\"http:\/\/xn--natrlichpippa-yob.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Gem\u00fcseschale-1024x683.jpg 1024w, http:\/\/xn--natrlichpippa-yob.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Gem\u00fcseschale-300x200.jpg 300w, http:\/\/xn--natrlichpippa-yob.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Gem\u00fcseschale-768x512.jpg 768w, http:\/\/xn--natrlichpippa-yob.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Gem\u00fcseschale.jpg 1800w\" sizes=\"auto, (max-width: 525px) 100vw, 525px\" \/><\/p>\n<p>Daher dachte ich mir, ich probiere es in diesem Jahr mal aus. Zwei Taktiken habe ich dabei im Vorfeld angewendet, um mir den Schritt zu erleichtern. Einerseits habe ich in Gespr\u00e4chen dem einen oder anderen davon erz\u00e4hlt, damit ich nicht doch noch einen R\u00fcckzieher mache. Andererseits habe ich mir das Prinzip \u201eErst mal nur einen Tag\u201c vorgenommen. Erst mal nur einen Tag komplett verzichten, mal sehen, wie es klappt. Es ist ja nicht f\u00fcr immer. Nur heute. Und wenn es heute geklappt hat, dann klappt es morgen vielleicht auch. Mal sehen. Das wirkt nicht so bedrohlich, als wenn ich mir die 40 Tage im Ganzen vorstelle. Au\u00dferdem stehen nach 30 Tagen ja schon Erleichterungen an: Kartoffeln, Vollkornnudeln, Trockenfr\u00fcchte oder sogar selbst gebackener Kuchen geh\u00f6ren dann wieder mit auf dem Speiseplan. Also, einen Versuch ist es doch wert, dachte ich mir.<\/p>\n<p>Ich habe versucht, mein Projekt Zuckerfrei so in unseren Familienspeiseplan einzuf\u00fcgen, dass die Jungs so wenig wie m\u00f6glich davon sp\u00fcren. Die Rezepte habe ich durch st\u00e4rkehaltige Beilagen wie Kartoffeln oder Vollkornreis und -nudeln erg\u00e4nzt.<\/p>\n<p>Lediglich viereinhalb Tage habe ich tapfer durchgehalten. Habe den Versuchungen widerstanden: morgens zuckerfreies M\u00fcsli mit Joghurt und Beeren, mittags Gem\u00fcse und Fisch oder Fleisch, die Kartoffeln oder Nudeln ignorieren, nachmittags den Kindern einen kleinen S\u00fc\u00dfigkeitenteller zusammenstellen, abends Brot aus Buchweizenmehl. Am f\u00fcnften Abend habe ich leider aufgegeben. Die positiven Verhei\u00dfungen hatten sich (noch) nicht eingestellt &#8211; im Gegenteil. Ich war schlapp und m\u00fcde, hatte Schwierigkeiten mit der Konzentration und eine geringere Leistungsf\u00e4higkeit.<\/p>\n<p>Vielleicht ist ein Alleingang in einer f\u00fcnfk\u00f6pfigen Familie nicht die ideale Voraussetzung f\u00fcr eine solche Challenge. Vielleicht bin ich einfach noch immer nicht so weit, den Zucker komplett aus meinem Leben zu streichen. Vielleicht muss ich mich momentan einfach zu sehr um meine Kleinen k\u00fcmmern und brauche daf\u00fcr alle Kraft, die ich nicht noch in die &#8222;Zuckerabwehr&#8220; stecken kann. Vielleicht.<\/p>\n<p>Jedenfalls habe ich beschlossen, meinen Zuckerkonsum weiter zu reduzieren, ohne Druck. Einfach so, wie es gerade f\u00fcr mich m\u00f6glich ist. Das tut sicher allen Familienmitglieder gut. Dennoch finde ich es schade, ich h\u00e4tte gern zumindest so lange durchgehalten, bis sich die positiven Auswirkungen eingestellt h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Wie sieht es mit eurem Zuckerkonsum aus? Ist bei euch alles im gr\u00fcnen Bereich oder w\u00fcrdet ihr auch gern weniger S\u00fc\u00dfes zu euch nehmen? Habt ihr vielleicht sogar schon mal versucht, auf Zucker zu verzichten? Und wenn ja, wie sind eure Erfahrungen damit?<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Pippa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>S\u00fc\u00dfigkeiten geh\u00f6ren bei mir seit jeher zu den Grundnahrungsmitteln. 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