{"id":266,"date":"2018-07-19T15:52:47","date_gmt":"2018-07-19T15:52:47","guid":{"rendered":"http:\/\/xn--natrlichpippa-yob.de\/?p=266"},"modified":"2018-07-19T15:53:23","modified_gmt":"2018-07-19T15:53:23","slug":"meer-tun-soweit-es-moeglich-ist","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/xn--natrlichpippa-yob.de\/?p=266","title":{"rendered":"&#8222;Meer tun&#8220;, soweit es m\u00f6glich ist"},"content":{"rendered":"<p>Das vergangene Wochenende habe ich mit meiner Familie am Meer verbracht. Die Nordsee liegt f\u00fcr uns fast vor der Haust\u00fcr und die Tage auf der Insel bei traumhaftem Wetter haben uns so gut getan, dass wir uns vorgenommen haben, uns viel \u00f6fter eine solche Auszeit zu g\u00f6nnen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Kinder gl\u00fccklich waren, einfach nur am Strand zu buddeln, immer wieder Wasser zu holen, Sandmatsch herzustellen, Burgen zu bauen, wieder abzurei\u00dfen und neu zu bauen, habe ich mir zwischendurch ein paar Minuten Zeit genommen. F\u00fcr mich und das Meer, sozusagen.<\/p>\n<p>Der Rest der Familie kam mich kurz besuchen, um zumindest ihre F\u00fc\u00dfe ins k\u00fchle Nass zu stecken, doch mein J\u00fcngster scheute davor zur\u00fcck. Das Meer war ihm zu laut und die Wellen offenbar zu kraftvoll. Das, was mich so beeindruckte, machte ihm mit seinen zarten zwei Jahren Angst.<\/p>\n<p>Wie symbolhaft, dachte ich. Das Meer wirkt so kraftvoll, so stark, so m\u00e4chtig. Und doch sind wir Menschen, die wir weit drau\u00dfen auf dem Meer allein kaum \u00fcberleben k\u00f6nnten, durch schlechte Gewohnheiten, Nachl\u00e4ssigkeit oder sogar Ignoranz in der Lage, diesen wundersch\u00f6nen Giganten namens Meer zu zerst\u00f6ren.<\/p>\n<p>Und mir ging durch den Kopf, was mich seit etwa zwei Jahren besch\u00e4ftigt. Dort am Strand mit Blick auf die Wellen holten mich diese Gedanken in einer Intensit\u00e4t ein, mit der ich nicht gerechnet h\u00e4tte. Durch verschiedene Dokumentationen \u00fcber die Zerst\u00f6rung der Weltmeere, wie beispielsweise bei Quarks &amp; Co. (Die Sendung ist leider derzeit nicht mehr in der Mediathek verf\u00fcgbar.), sowie durch unterschiedliche Blogs, etwa von Jenni (<span style=\"color: #000000;\"><a style=\"color: #000000;\" href=\"http:\/\/www.mehralsgruenzeug.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.mehralsgruenzeug.com<\/a><\/span>) oder Shia (<a href=\"http:\/\/www.wastelandrebel.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"color: #000000;\">www.wastelandrebel.com<\/span><\/a>) bin ich auf die Problematik von Plastikm\u00fcll aufmerksam geworden und wie er dazu f\u00fchrt, dass unsere Weltmeere zum\u00fcllen und Meerestiere mit vollem Magen verhungern, weil sie statt richtiger Nahrung Plastik zu sich genommen haben. Und nicht nur das, \u00dcberfischung und \u00dcbers\u00e4uerung der Meere f\u00fchren ebenso dazu, dass der Lebensraum Meer in h\u00f6chster Gefahr ist.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-271 aligncenter\" src=\"http:\/\/xn--natrlichpippa-yob.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/K1600_20180630_120339-2-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"http:\/\/xn--natrlichpippa-yob.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/K1600_20180630_120339-2-300x169.jpg 300w, http:\/\/xn--natrlichpippa-yob.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/K1600_20180630_120339-2-768x432.jpg 768w, http:\/\/xn--natrlichpippa-yob.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/K1600_20180630_120339-2-1024x576.jpg 1024w, http:\/\/xn--natrlichpippa-yob.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/K1600_20180630_120339-2-370x208.jpg 370w, http:\/\/xn--natrlichpippa-yob.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/K1600_20180630_120339-2-1040x585.jpg 1040w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Als ich im Sand stand, die Sch\u00f6nheit des Wassers und des Strandes genie\u00dfen durfte, habe ich mich selbst noch mal ermutigt, meine kleinen Schritte, die ich seit einiger Zeit gehe, durchzuhalten und weiter zu f\u00fchren. In der letzten Zeit habe ich mich gefragt, ob diese Bem\u00fchungen \u00fcberhaupt sinnvoll sind. Was macht es denn f\u00fcr einen Unterschied, ob ich meinen K\u00e4se in meiner eigenen Dose kaufe oder doch einfach den abgepackten nehme? Dass ich meine Haferflocken, Rosinen, Sonnblumenkerne, Nudeln, Sp\u00fcl- und Waschmittel verpackungsfrei einkaufe? Ob ich meine Milch und S\u00e4fte in Glasflaschen kaufe und Leitungswasser trinke? Ob ich f\u00fcr meine Br\u00f6tchen einen Stoffbeutel zum Einkaufen mitnehme und mein Brot selbst backe? Dass ich mein Umfeld daran erinnere, mir bitte nichts in einer Plastikt\u00fcte zu geben? Dass ich sehr genau dar\u00fcber nachdenke, wenn ich mir ein neues Kleidungsst\u00fcck zuleg? Kann ich damit wirklich eine Ver\u00e4nderung herbei f\u00fchren? Und ist es nicht \u00fcberhaupt viel zu wenig? M\u00fcsste ich nicht ganz radikal den Konsum verweigern, nur noch das N\u00f6tigste zu mir nehmen und am besten auch auf das Verreisen ganz verzichten?<\/p>\n<p>Fest steht, der Mensch ist mit seiner puren Existenz die gr\u00f6\u00dfte Gefahr f\u00fcr die Umwelt. Naja, gut und sch\u00f6n, aber die menschliche Existenz m\u00f6chte ich nun wirklich nicht komplett in Frage stellen. Ich bewundere die Arbeit und Lebensweise von zum Beispiel B\u00e9a Johnson (<span style=\"color: #000000;\"><a style=\"color: #000000;\" href=\"http:\/\/zerowastehome.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">zerowastehome.com<\/a><\/span>) oder Lauren Singer (<span style=\"color: #000000;\"><a style=\"color: #000000;\" href=\"http:\/\/trashisfortossers.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">trashisfortossers.com<\/a><\/span>), die versuchen, ihren \u00f6kologischen Fu\u00dfabdruck so gering wie m\u00f6glich zu halten. Sie sind ein gro\u00dfes Vorbild f\u00fcr mich. Trotzdem kann oder will ich mich noch nicht zu den radikalen Umstellungen durchringen, die ein Leben, v\u00f6llig ohne M\u00fcll zu produzieren, mit sich bringt. Ich frage mich allerdings, ob das, was ich tue, ausreichend ist. Und ja, es gibt Dinge, die ich ganz einfach \u00e4ndern kann, ohne dass sie mein Leben radikal auf den Kopf stellen. Das Auto, so oft es geht, stehen lassen und mit dem Fahrrad fahren oder zu Fu\u00df gehen. Das f\u00e4llt mir nicht besonders schwer, da ich ohnehin gern Fahrrad fahre. Doch den kleinen Umweg in den Bioladen zu machen, wo ich das Obst und Gem\u00fcse und viele andere Lebensmittel verpackungsfrei bekomme, statt die verpackte Bio-Gurke im Supermarkt zu kaufen, weil es jetzt gerade bequemer ist. Noch bewusster auszuw\u00e4hlen, was ich konsumiere und noch mehr darauf zu achten, dass keine Lebensmittel schlecht werden, sondern sie rechtzeitig zu essen, zu verarbeiten oder sie einzufrieren.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-272 aligncenter\" src=\"http:\/\/xn--natrlichpippa-yob.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/K1600_20180630_120346-2-300x190.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"190\" srcset=\"http:\/\/xn--natrlichpippa-yob.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/K1600_20180630_120346-2-300x190.jpg 300w, http:\/\/xn--natrlichpippa-yob.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/K1600_20180630_120346-2-768x487.jpg 768w, http:\/\/xn--natrlichpippa-yob.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/K1600_20180630_120346-2-1024x649.jpg 1024w, http:\/\/xn--natrlichpippa-yob.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/K1600_20180630_120346-2-370x235.jpg 370w, http:\/\/xn--natrlichpippa-yob.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/K1600_20180630_120346-2-1040x660.jpg 1040w, http:\/\/xn--natrlichpippa-yob.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/K1600_20180630_120346-2.jpg 1892w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Und dann kam mir noch ein Gedanke: Sind wir Menschen nicht auch manchmal wie das Meer? Wir erscheinen so kraftvoll und stark, manche von uns sogar laut. Und doch, wenn viele vermeintliche Kleinigkeiten zusammen kommen, dann kann uns das aus dem Gleichgewicht bringen. Manchmal sind es sogar gerade die besonders stabil Erscheinenden, die sich als die Fragilsten herausstellen. Warum glauben viele, andere Menschen m\u00fcssten, ebenso wie das Meer, bestimmte Dinge einfach aushalten? Ich m\u00f6chte jetzt keine Diskussion \u00fcber Gutmenschentum vom Zaun brechen. Ich meine nur, bestimmte Verhaltensweisen und Umgangsformen w\u00fcrden schon ausreichen, das Leben von anderen und damit auch uns selbst angenehmer zu machen. In der letzten Zeit ist mir aufgefallen, dass ich schon froh bin, wenn ich beim Einkaufen, Erledigungen bei einer Beh\u00f6rde, bei Handwerkern oder anderen Menschen, mit denen ich zu tun habe, nicht angemotzt werde. Vom Umgang, wie er leider zu oft in Social Media stattfindet, ganz zu schweigen. Wie sch\u00f6n ist es dagegen, wenn Menschen freundlich, h\u00f6flich und hilfsbereit miteinander umgehen.<\/p>\n<p>Vielleicht magst du dich ja meinen Gedanken anschlie\u00dfen. Lass uns gemeinsam ein wenig mehr den Fokus darauf legen, wie wir leben und wie wir leben wollen. Wie wir mit unserer Umwelt und unseren Mitmenschen umgehen. Ich habe da kein Patentrezept und bin schon gar nicht perfekt, sondern eher auf der Suche. Auch ich kann und will nicht alleine die Welt retten. Au\u00dferdem setzt jeder seine eigenen Priorit\u00e4ten und zieht unterschiedliche Schl\u00fcsse, was gut und richtig sein k\u00f6nnte. Was ich aber tun kann, ist, mir dies bewusst zu machen und bei mir selbst anzufangen, ohne andere zu beurteilen. Ich kann nur mein eigenes Leben ver\u00e4ndern. Und vielleicht kann ich dir einen kleinen Denkansto\u00df geben und wir machen uns gemeinsam &#8211; wieder neu &#8211; auf den Weg.<\/p>\n<p>Und wenn du die M\u00f6glichkeit hast, gehe hinaus ans Meer, in die Berge, in den Wald, zum n\u00e4chstgelegenen See oder einfach nur in den Garten oder Park. Atme tief ein, genie\u00dfe die Luft, die Sonne, die Natur. Zieh die Schuhe aus, schlie\u00dfe die Augen und lass es einfach f\u00fcr einen Moment auf dich wirken.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Alles Liebe,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Pippa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das vergangene Wochenende habe ich mit meiner Familie am Meer verbracht. Die Nordsee liegt f\u00fcr uns fast vor der Haust\u00fcr und die Tage auf der Insel bei traumhaftem Wetter haben uns so gut getan, dass wir uns vorgenommen haben, uns viel \u00f6fter eine solche Auszeit zu g\u00f6nnen. 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